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EU-Kommission veröffentlicht Finanzstabilitäts- und Integrationsbericht

Die Europäische Kommission hat gestern den jährlichen europäischen Finanzstabilitäts- und Integrationsbericht für 2020 veröffentlicht. Laut Pressemitteilung der Kommission konnten die Banken seit der Finanzkrise ihre Bilanzen zwar sanieren, sie kämpften aber nach wie vor mit geringer Rentabilität und suchten nach neuen Geschäftsmodellen. Zudem kämen immer mehr Tech-Unternehmen als Wettbewerber im traditionellen Bankgeschäft auf.
Viele Banken in der Europäischen Union hätten sich nach der Finanzkrise von 2008 auf ihre Heimatmärkte zurückgezogen. Um effizientere, wirklich gesamteuropäische Kapital- und Bankenmärkte zu bekommen, brauche es Fortschritte bei der Kapitalmarkt- und Bankenunion.
Zusätzlich zu den Entwicklungen im Bankensektor kombiniert der diesjährige Bericht verschiedene Perspektiven auf die verschiedenen strukturellen Veränderungen, die im europäischen Finanzsystem stattfinden. Die Integration an den Geld-, Anleihe-, Aktien- und Bankenmärkten habe sich 2019 unterschiedlich entwickelt. So habe an den Geld- und Anleihemärkten die Konvergenz der Preise zugenommen – ein starkes Indiz für mehr Integration. An den Aktienmärkten habe die Preisintegration jedoch abgenommen, an den Bankmärkten sei sie zum Stillstand gekommen. Aus Sicht der EU-Kommission verdeutlicht die Entwicklung die Bedeutung der fortgesetzten Bemühungen um die Weiterentwicklung der Kapitalmarkt- und Bankenunion.

Downloadmöglichkeit der europäischen Finanzstabilitäts- und Integrationsberichte für das Jahr 2020 sowie die Berichte der Vorjahre