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TIBER-DE soll Finanzsystem gegen Cyberangriffe schützen

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und die Deutsche Bundesbank haben beschlossen, mit „TIBER-DE“ ein neues Programm aufzusetzen, um die Widerstandsfähigkeit des gesamten Finanzsystems gegen Cyberangriffe zu stärken. Die Bundesbank setzt damit das von den Zentralbanken des ESZB ausgearbeitete „Rahmenwerk für bedrohungsgeleitete ethische Penetrationstests“ (TIBER-EU, Threat-Intelligence Based Ethical Red Teaming) für Deutschland um. Den Rahmen haben die Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeinsam ausgearbeitet.
Banken, Versicherungen, Finanzmarktinfrastrukturen und deren wichtigste Dienstleister sollen damit künftig ihre eigene Cyber-Abwehr auf den Prüfstand stellen können. Unter der Koordination der Deutschen Bundesbank sollen interessierten Unternehmen sogenannte ethische Hacker beauftragen, die Sicherheitsmechanismen des Auftraggebers zu überwinden und in seine Informationssysteme einzudringen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen den Unternehmen helfen, Schwachstellen zu schließen und Präventivmaßnahmen gegen tatsächliche Hackerangriffe zu ergreifen.
Die Teilnahme an den TIBER-Tests ist in Deutschland zunächst nicht verpflichtend, in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung legen BMF und Bundesbank Banken, Versicherungen, Finanzmarktinfrastrukturen und deren wichtigsten Dienstleistern aber nahe, die Tests schon aus Eigeninteresse heraus durchzuführen.