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Über AIA 1,5 Millionen Steuerdatensätze erhalten

Im Rahmen des automatischen Informationsaustauschs über Finanzkonten (AIA) haben ausländische Behörden aus 49 Staaten beziehungsweise Gebieten im September 2017 1,5 Millionen Datensätze nach Deutschland übermittelt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Auch im September 2018 soll der Austausch wieder vorgenommen werden, diesmal mit 102 Staaten beziehungsweise Gebieten. Das deutsche und europäische Datenschutzniveau werde dabei eingehalten.
Mit der Zuordnung der Daten zu den jeweiligen Steuerpflichtigen durch das Bundeszentralamt für Steuern zeigt sich die Regierung sehr zufrieden, die Ergebnisse lägen weit über dem Durchschnitt sonst üblicher Ergebnisse bei automatisierten Zuordnungsläufen. In den Datensätzen sei ein Volumen von Einkünften in Höhe von 58 Milliarden Euro und von Kontoständen in Höhe von 85 Milliarden Euro enthalten. Das Bundesministerium der Finanzen beabsichtigt laut der Antwort in Bezug auf den Erfüllungsaufwand bis Ende 2020 eine Evaluation durchzuführen.
Die erhaltenen Daten seien ein Anhaltspunkt für die Veranlagung von Kapitalerträgen aus dem Ausland und Ausgangspunkt für weitere Prüfungen. Dadurch bestehe für Steuerpflichtige, die nicht alle entsprechenden Einkünfte in ihrer Steuererklärung angeben, ein hohes Risiko entdeckt zu werden.

PDF-Download der Antwort der Bundesregierung von der Homepage des Deutschen Bundestages