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Zahl der Geldwäsche-Verdachtsmeldungen deutlich gestiegen

Die Zentralstelle für Geldwäsche-Verdachtsmeldungen (Finance Intelligence Unit – FIU) verzeichnet seit mehreren Jahren einen massiven Anstieg der eingehenden Verdachtsmeldungen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke. Danach seien im Jahr 2015 29.108 Verdachtsmeldungen an die Zentralstelle übermittelt worden, was allein im Vergleich zum Vorjahr (24.054 Meldungen) einen Anstieg von rund 21 Prozent bedeute. Seit dem Jahr 2012 habe sich die Anzahl der Verdachtsmeldungen in Deutschland mehr als verdoppelt.
Die Regierung teilt in der Antwort zudem mit, dass zwischen 2011 und 2015 79 Verfahren wegen Verstoßes gegen geldwäscherechtliche Bestimmungen gegen Kreditinstitute eingeleitet worden seien. Die Verfahren hätten überwiegend Verstöße gegen Meldepflichten (§ 11 GwG), vereinzelt Verstöße gegen Identifizierungs-, Feststellungs- und Dokumentationspflichten (§§ 3, 4 und 8 GwG) sowie gegen das Verbot der Informationsweitergabe (§ 12 GwG) zum Gegenstand gehabt. Weitere 59 Verfahren seien gegen Leitungspersonen von Kreditinstituten eingeleitet worden.

PDF-Download der Antwort von der Homepage des Deutschen Bundestages